DAS KÜNSTLICHE KNIE BEI ARTHROSE

Ursachen

Knorpelverschleiß (Arthrose) ist auch im Kniegelenk sehr häufig. Insbesondere bei einer Fehlstellung der Knochen (O-Bein oder X-Bein), durch übermäßige Belastung oder auch Übergewicht nutzt sich der Gelenkknorpel im Knie stark ab. Die Folge: Schmerzen und zunehmende Versteifung. Wie für andere Gelenke bieten sich auch in diesen Fällen zahlreiche konservative Behandlungsmaßnahmen und die arthroskopische »Gelenkstoilette« zur Linderung der Symptome an. Ist die Kniearthrose aber schon sehr weit fortgeschritten und der Leidensdruck hoch, können durch den Einsatz eines künstlichen Gelenks (Endoprothese) die Beschwerden beseitigt oder gelindert und die Funktionsfähigkeit des Knies wiederhergestellt werden.

Operationsverfahren

Beim Einsatz eines künstlichen Gelenks werden die abgenützten Gelenkflächen entfernt und Ober- sowie Unterschenkelknochen mit einer neuen Gleitschicht aus Metall und modernen Kunstoffpräparaten überzogen (Fixierungstechnik mit oder ohne Zement). Je nach Zerstörungsgrad kommen verschiedene Endoprothesen in Frage: Ist nur ein Teilabschnitt (innen oder außen) im Knie betroffen, ersetzt man nur den jeweils erkrankten Bereich mit einer so genannten Schlittenprothese (Metallkufe für den Oberschenkel und Metallscheibe mit Kunststoffbelag für den Schienbeinkopf). Bei einem vollständigen Kniegelenksersatz (Totalendoprothese) wird die komplette Gelenkfläche des Oberschenkels und des Schienbeinkopfes ersetzt. Bei besonders instabilen Gelenken (schwacher Bandapparat) oder starker X-/O-Beinstellung können die beiden eingebauten Komponenten über eine Art Scharniergelenk ganz oder teilweise verbunden werden (gekoppelte oder achsgeführte Prothese). Das ermöglicht die stabile Beugung und Streckung im Knie. Der Einbau des »künstlichen Kniegelenks« erfolgt über einen ca. 20 Zentimeter langen Schnitt an der Vorderseite des Knies.

Postoperative Behandlung

Dem ca. zehntägigen stationären Aufenthalt (für Patienten in der STARMED KLINIK München) schließt sich eine dreiwöchige, stationäre oder ambulante Rehabilitation an. Nach 6 Wochen ist die Endoprothese eingeheilt und das Knie ist voll belastbar. Viele Patienten brauchen jedoch ca. 3 Monate bis das neue Kniegelenk wie ein eigenes funktioniert.